Ausgaben – Wie auch du mehr Geld hast!

Hin und wieder werde ich von Freunden und Bekannten gefragt, wie ich es schaffe, so liquide zu sein.
Während ich immer genug Geld habe, sehnen sie sich am Ende des Monats nach dem nächsten Gehaltsscheck.

Ich spreche hier nicht von Geringverdienern.
Ich kenne Ingenieure und BWLer, die mit ihrem Gehalt kaum zurecht kommen.
Menschen, die 5 Jahre an Elite-Unis verbracht haben.

 

Deshalb geht es heute um die Grundlagen der persönlichen Finanzen:

 

Ausgaben

Ja, das klingt anstrengend. Jeden Tag alle Cent-Ausgaben in ein Haushaltsbuch schreiben.
Nein, darum geht es hier überhaupt nicht.
Ich halte wenig davon, jeden Cent umzudrehen und irgendwelche Rabattcoupons sammeln, um dann für 3h Arbeit 2€ zu sparen.

 

Die großen 3

Zuerst schauen wir uns diese Schaubild an, harte Fakten:

 

Ausgaben

Quelle: Wikipedia

 

Die Ausgaben für Haushalt, Verkehr und Nahrung belaufen sich gemeinsam auf ca. 54% der Ausgaben.

Viele „Experten“ raten nun, jede kleine Ausgabe in ein Haushaltsbuch einzutragen.
Ich mache das nicht. Es ist einfach unglaublich anstrengend und nervig. Und vor allem überflüssig.

Ich möchte, dass das, was ich empfehle, funktioniert.
Dafür muss es simple und einfach sein.

Wir konzentrieren uns ganz nach dem 80/20-Prinzip auf die großen 3: Haushalt, Verkehr, Nahrung.

 

Weshalb die großen 3?

Weil man hier mit kleinen, simplen Eingriffen enorm viele Vorteile herausholt.
Kein Haushaltsbuch in der Tasche, keine Rechnungen sammeln, keine Rabattcoupons ausschneiden.
Keep it simple and stupid.

 

Praxis

Tim Tölpel:
Tim arbeitet in einer Großstadt Deutschlands.
Da er schon immer gutes Geld verdient und Autos mag, wohnt er 30km entfernt in einer 80qm Wohnung.
Er bezahlt eine Miete von 10€/qm und bezahlt somit 800€ im Monat.

Tim fährt ein Auto der Mittelklasse, das rund 0,5€ pro km kostet (Quelle: ADAC).
Bei 240 Arbeitstagen ergeben sich damit Kosten von ca. 600€ pro Monat und ca. 20h für die Fahrten.

Für Essen gibt Tim ca. 200€ aus, da er des Öfteren essen geht.

Insgesamt: 800€ (Wohnung) + 600€ (Auto) + 200€ (Nahrung) = 1.600€ + 20 Stunden Fahrtzeit

 

Klaus Klever:
Klaus arbeitet ebenfalls in einer Großstadt Deutschlands.
Da er diesen Blog liest und sein Wissen umsetzt, wohnt Klaus 10 Gehminuten von seiner Arbeit entfernt.
Da die Preise in der Großstadt höher sind, bezahlt er 11€/qm, lebt jedoch clevererweise in einer WG und teilt sich somit wenig genutzte Räume wie Küche, Bad etc. insgesamt wohnt er zu Zweit auf 130qm und bezahlt somit 715€.

Da er nur 10 Gehminuten von seiner Arbeitsstelle entfernt wohnt, geht er zu Fuß.
Damit er trotzdem mobil ist, kauft er sich ein Jahresticket für den öffentlichen Nahverkehr für 150€ pro Monat.
Parkplatzsuche, Staus fallen ebenso weg.

Die übrigen 40min pro Tag investiert Klaus ins Kochen, so dass er selbst zuhause kochen kann,
womit er im Monat 150€ pro Monat für Nahrungsmittel ausgibt.

Insgesamt: 715€ (Wohnung) + 150€ (Auto) + 150€ (Nahrung) = 1.015€ + 6 Stunden Gehzeit

 

Klaus spart durch zwei einmalige Aktionen fast 600€ pro Monat ohne Lebensqualitätseinbußen:

  1. Er zieht nahe zu seiner Arbeitsstelle, wodurch er sich ein Auto sparen kann.
  2. Er lernt kochen, wodurch er weniger Essen gehen muss.

 

Fazit

Zwei simple Änderungen, 600€ gespart.

Gar nicht so schwierig.

Diese 600€ kann man sicherlich besser investieren.

 

PS: Schaut ihr auf eure Ausgaben? Wenn ja, wie?

 

 

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Ein Kommentar

  • Wenn man sich erst einmal einen Überblick verschafft hat, findet eigentlich jeder etwas, bei dem Geld eingespart werden kann. Hierfür muss man sich einfach mal ein wenig Zeit nehmen. Auf Dauer kommt da sicherlich einiges zusammen.

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